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Volles Haus beim kleinen Kaktus

(Trierischer Volksfreund, 25.11.2017)

Die Riesling-Harmonists haben in Trittenheim ihr neues Programm vorgestellt.

TRITTENHEIM. "Ein Freund, ein guter Freund" heißt das Programm der Riesling-Harmonists, das die Gruppe im Jugendheim Trittenheim präsentierte.

Der Chor wurde 1999 gegründet und widmet sich besonders dem Liedgut der berühmten Comedian Harmonists. Die zwölf Sänger aus Trittenheim, Neumagen-Dhron, Piesport und Brauneberg boten unter der Leitung von Horst Goerres, der auch am E-Piano begleitete, einen Reigen vom Volkslied über Weinlieder bis zu Popsongs.

Die allseits bekannten Klassiker der Comedian Harmonists wie "Mein kleiner, grüner Kaktus", "Veronika, der Lenz ist da" sowie "Ein Freund, ein guter Freund" oder "Ich wollt, ich wär ein Huhn" kamen beim Publikum sehr gut an. Eine Herausforderung waren die Original-Arrangements von "Eine kleine Frühlingsweise" (nach der Humoreske von Antonin Dvorák), "Schöne Isabella von Castilien" und "In der Bar zum Krokodil". Spritzig und leicht wurden die Lieder gesungen.

Die Geschichte von Emil in dem Lied "Ich hab für dich 'nen Blumentopf bestellt", der mit seiner Geschenkidee gar nicht gut bei seiner Ehefrau ankam, löste große Erheiterung aus. Gänsehaut gab es bei der A-cappella-Version von "The Lion sleeps tonight", mit der die Sänger in den dunklen voll besetzten Saal einzogen, sowie beim Frank-Sinatra-Song "My Way".

Auch die Solisten zeigten ihre Klasse, so Franz-Josef Schmitt mit dem Lied "An der Mosel wächst ein Riesling", Karl-Heinz Falkenburg mit "Es schlürftet in durstigen Zügen" (aus "La Traviata") und Heinz-Hermann Bollig mit dem "kleinen Finkenhahn". Karsten Fleury erklärte anhand der bitterbösen Ballade von Friedrich Hollaender die Entstehung des Rinderfilets Stroganoff.

Josef Klas hatte bei dem Lied "Kannst du pfeifen, Johanna?" große Mühe, dem Chor klarzumachen, was "Johanna" alles kann. Zum Schluss war das Publikum aufgefordert, beim bekannten "Amazing Grace" mitzusingen, was auch tatkräftig geschah.

Robert Schattel führte souverän durch das Programm und erzählte interessante Details zu den Liedern.

Die mit viel Applaus geforderten Zugaben gab der Chor gerne, darunter auch die inzwischen bekannte Version von "Am Brunnen vor dem Tore" mit wechselnden Melodien, vom Walzer über Tango bis zum Rock 'n' Roll.

Zwei Ensembles – eine Stilrichtung

(Trierischer Volksfreund, 22.05.2015)

Riesling Harmonists und Casino Salon Orchester geben eine musikalische Liebeserklärung an die 1920-er Jahre ab.
Der erste gemeinsame Auftritt der Riesling Harmonists mit dem Casino Salon Orchester kam bei Publikum in Neumagen-Dhron sehr gut an. Das außergewöhnliche Gastspiel führte Menschen aus der gesamten Region zusammen.


NEUMAGEN-DHRON. Der ganze Saal schwingt – und mit ihm die Besucher. Einige singen leise mit. Wer kann schon widerstehen bei „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Wochenend und Sonnenschein“? Die Evergreens der Comedian Harmonists sind Teil des Repertoires der Riesling Harmonists, zwölf Sängern aus Trittenheim, Neumagen-Dhron, Piesport und Brauneberg. Der von Horst Goerres geleitete Chor ist seit 16 Jahren aktiv, trat aber nun erstmals gemeinsam auf mit dem Casino Salon Orchester, das seit 2010 Salon- und Tanzmusik der 1920-er bis 1940-er spielt.

In dem mit Sängerin Stephanie Zang 14-köpfigen Ensemble, benannt nach dem ersten Probenraum im Alten Casino Trarbach, musizieren Leute aus Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues und Platten. Ihr Repertoire motivierte in Neumagen-Dhron ebenfalls zum Singen, aber auch zum Tanzen. So etwa der Paso Doble zu „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ oder Tango zu „Roter Mohn“, „Da geht einem das Herz auf“, sagt Tenor Karl-Heinz Falkenburg während einer kurzen Pause des Chores, der sich mit dem Orchester abwechselte.


„Schön, dass es an deer Mittelmosel zwei solche Gruppen gibt.“
Jürgen Kullmann, Orchesterleiter


Denn trotz der ähnlichen Musikstile war es schwierig, ein Stück zusammen zu präsentieren. Umso besser kam gegen Ende „Ein Freund, ein guter Freund“ an.„Das war super und hat uns viel Spaß gemacht''“ lobten Brigitte und Hans-Günther Gantenberg aus Piesport. Rolf Quirin war extra aus Hermeskeil hergekommen mit einer Begleiterin aus Trier. Er habe das Orchester kürzlich in Simmern erlebt und wollte sich nun erneut „was Schönes antun“. „Das passt sehr gut zusammen“, fanden Rita und Willi Müllers aus Kröv.

Die Väter der Kooperation sind Posaunist Hermann Hower und Horst Goerres.
Sie kennen sich seit Jahrzehnten, weiß Orchesterleiter Jürgen Kullmann, der die Idee begrüßt. „Schön, dass es an der Mittelmosel zwei solche Gruppen gibt.“ Hartnäckig war vor allem Hower, der von der „tollen Symbiose“ verschiedener Ensembles mit gleicher Musikrichtung schwärmt. Bei Goerres fand er offene Ohren, weil sie ja die gleiche Musik – nur mit anderen Klangkörpern – präsentierten. Schwierig war nur , einen Termin zu finden. Daher stieg das Konzert an Pfingsten parallel zum Wein- und Brückenfest in Trittenheim. Die dortige Harmonists-Fangemeinde musste daher größtenteils passen bei der von etwa 170 Gästen besuchten und von Robert Schattel moderierten Premiere.

Riesling Harmonists sangen "A-cappella"

(Blick Aktuell, 12.11.2014)

Erstmals zu Gast im röhrig-forum: Zwölfköpfiges Ensemble von der Mittelmosel

TREIS-KARDEN. Für besondere A-Cappella Highlights hat sich die röhrig-forum Kulturbühne einen hervorragenden Ruf erworben. Daher war die jüngste Veranstaltung auch schon schnell mit über 200 Besuchern ausverkauft. Hans Peter Röhrig freute sich, dass er erstmals das zwölfköpfige Ensemble „Riesling Harmonists“ in Treis begrüßen durfte, für die sogar die Bühne extra vergrößert wurde. Die Sänger, darunter gleich mehrere hervorragende Solisten, präsentierten einen bunten Querschnitt durch die Welt von den „Goldenen 30-er“ bis hin zu bekannten „Beatles Songs“. Dazu gab es eine hervorragende Begleitung durch Chorleiter Horst Görres am E-Piano.

Das Programm reichte von Liedern der Comedian Harmonists, die natürlich stilecht im Frack vorgetragen wurden, bis Oldies, Evergreens und Musical-Songs. Die Besucher in der "Kulturbühne im Baumarkt" waren begeistert von vielen eigenen Arrangements der „Riesling Harmonists“, die mit Witz und schräger Leichtigkeit vorgetragen wurden. Hervorragend kam beim Publikum im röhrig-forum auch ein Zyklus mit Mosel-Weinliedern an, wie "An der Mosel wächst ein Riesling".

Die Gruppe, zu denen neben Kaufleuten, Lehrer und Malermeister auch Winzer gehören, kommt u.a. aus Trittenheim, Piesport, Neumagen-Dhron und Brauneberg. Sie besteht bereits seit 1999 und hat seitdem mit vielen Auftritten begeistert und zwei CD´s herausgebracht. Zum Schluss des Konzertes forderten die Zuhörer gleich mehrere Zugaben, die die hervorragenden Sänger gerne gewährten. Hans Peter Röhrig überreichte nach diesem musikalischen Genuss im röhrig-forum als Gastgeschenk einen Korb mit verschiedenen Weinen der Terrassenmosel, um die Sänger zu überzeugen, dass hier ein mindestens genauso guter Wein wächst wie an der Mittelmosel.

Ein bisschen Leichtsinn, ein Huhn und Onkel Bumba aus Kalumba

(Trierischer Volksfreund, 09.12.2013)

Einen gelungenen Abend haben die zwölf Sänger der Riesling Harmonists in der Lorettahalle zum Besten gegeben. In ihrem Programm wechseln sich Chorstücke mit gekonnten Soloeinlagen ab.

TRABEN-TRARBACH. Eine Kombination aus Wein und Gesang: Die Riesling Harmonists haben ihre Zuhörer in der Traben-Trarbacher Lorettahalle köstlich amüsiert. Unter dem Motto "Ein bisschen Leichtsinn kann nicht schaden" unterhielten sie 110 Besuchern mit einem musikalischen Reigen, der von Liedern aus den 1920er Jahren über Musicalstücke wie Cabaret bis hin zu Pop-Songs wie "The Lion sleeps tonight" reichte. Chorleiter Horst Görres begleitete die Sänger am Klavier. Wie sich aus dem Chornamen herleiten lässt, sind Klassiker der Comedian Harmonists wie der "Kleine grüne Kaktus", "Bel ami" oder "Onkel Bumba aus Kalumba" im Repertoire der zwölf Sänger, die selbst sichtlich viel Spaß an ihrem Auftritt haben. Hinzu kommen Weinlieder wie "Ja ja der Chiantiwein", der schnell zu Moselwein umgedichtet wurde oder unbekanntere Lieder wie "An der Mosel wächst ein Riesling", das Bassbariton Franz-Josef Schmitt als Solo sang und dafür viel Applaus erhielt. Aber auch Stücke von Max Raabe oder Peter Kreuder ergänzen das Repertoire der Riesling Harmonists. Bei dem zweistündigen Konzert kommt auch Humor nicht zu kurz, etwa bei "Wo sind deine Haare August?" oder "Ich wollt, ich wär ein Huhn." Immer wieder wechseln sich Solostücke, bei dem die Sänger ihr Können unter Beweis stellen, und Choreinsätze ab und sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.

"Es gefällt mir sehr gut, der Gesang ist wunderbar", sagt Erika Ströher aus Kleinich. Renate Klüsserath aus Traben-Trarbach lobt vor allem die Stimmen der Sänger und die Liedauswahl. "Super, wir sind ganz begeistert", sagt Angelika Schmoll-Engels aus Lindlar, die wegen des Mosel-Wein-Nachts-Marktes nach Traben-Trarbach gekommen ist. "Der Sänger tragen die Stücke mit viel Liebe und Engagement vor. Dazu ist die Auswahl an Liedern sehr schön." cst

Schlager mit Witz und schräger Leichtigkeit

(Trierischer Volksfreund, 10.12.2011)

Die Riesling Harmonists haben in der Lorettahalle in Traben-Trarbach 150 Zuhörer begeistert, die in der Vorweihnachtszeit mit Klassikern der Comedian Harmonists, Weinliedern, Musicalmelodien oder Popsongs eine Auszeit nahmen.

TRABEN-TRARBACH. "Diese Vielstimmigkeit ist einfach faszinierend", sind sich Doris und Andreas Gäckle aus Bad Liebenzell einig. Die beiden sind zu einem Kurzurlaub angereist und besuchen einige der zahlreich angebotenen Veranstaltungen in einem riesenhaften Weihnachtsprogramm der Doppelstadt. "Das ist ein Männerchor in Perfektion", schwärmen sie, denn "Musik, Gestik, Mimik und das Lockere nebenher passen super zusammen, die singen einfach mit Leidenschaft".

Die Riesling Harmonists, das sind zwölf Männer aus der Region um Trittenheim, singen unter der musikalischen Leitung von Horst Goerres. Mit ihrem teils sechsstimmigen Gesang präsentierten sie Weinlieder, Musicalmelodien, Popsongs, Welthits und entführten in die Welt des "Cabarets". Besonders Lieder aus dem Repertoire der Comedian Harmonists haben es ihnen angetan. Und dem Publikum auch, denn bei den allseits bekannten Liedern wie "Mein kleiner grüner Kaktus" oder "Schöne Isabella von Kastilien" ging ein anerkennendes Raunen durch die Halle. Mit besinnlichen Lieder wie "Irgendwo auf der Welt" animierten sie zum Träumen in der hektischen Vorweihnachtszeit. Ihre gelegentlich frivolen und lustigen Schlager mit skurrilen Texten kamen mit Witz und schräger Leichtigkeit daher. Ihr komödiantisches Geschick zeigten die in Frack gewandeten Herren vorzugsweise in der zweiten Halbzeit. Auch als Solisten zeigten die Sänger Karl Heinz Falkenburg, Franz Josef Schmitt und Karsten Fleury ihr Können. Besonderes Interesse weckte die originelle Bearbeitung von Franz Schuberts "Am Brunnen vor dem Tore". Horst Goerres hat den Text des allbekannten Lieds in verschiedene Musikstile verpackt und so kam er sehr unterhaltsam mal als Original, Walzer, Cha Cha Cha oder Rock'n'Roll daher.

Souverän führte Conférencier Robert Schattel durch das gut zweistündige Programm. Lang anhaltendem Applaus und Ovationen im Stehen dankten die Riesling Harmonists mit vier Zugaben und "Dankeschön und Auf Wiedersehen". mue

Dem Kaktus und der Traube verpflichtet

(Trierischer Volksfreund, 23.03.2010, Eva Großeastroth)

Die Riesling Harmonists feiern ihr zehnjähriges Bestehen - 300 Zuschauer beim Jubiläumskonzert in Neumagen-Dhron Von unserer Redakteurin Eva Großeastroth

NEUMAGEN-DHRON. Volles Haus im Römerkastell in Neumagen-Dhron: Mit 300 begeisterten Besuchern haben die Riesling Harmonists ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Auf dem Programm standen zahlreiche Klassiker der Vorbilder Comedian Harmonists, aber auch Evergreens und Weinlieder.

Neumagen-DhronVolles Haus im Römerkastell in Neumagen-Dhron: Mit 300 begeisterten Besuchern haben die Riesling Harmonists ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Auf dem Programm standen zahlreiche Klassiker der Vorbilder Comedian Harmonists, aber auch Evergreens und Weinlieder.

Zum Ständchen ein Glas Wein: Harmonist Franz Josef Schmitt. TV-Foto: Eva Großeastroth "Der Kaktus!", ruft jemand aus dem Publikum. "Ja, jetzt kommt der Kaktus", antwortet Horst Goerres und erntet ein zufriedenes "Aaaah". Fast drei Stunden haben die Riesling Harmonists ihre Zuhörer auf die Folter gespannt, und dann ist er da - hollari, hollari, hollaro: Mehrstimmig intonieren die Sänger das berühmte Lied vom kleinen grünen Kaktus. Das Publikum im Römerkastell in Neumagen-Dhron dankt den Mosel-Musikern mit stehenden Ovationen.

Mit dem Kaktus-Lied der Comedian Harmonists hat vor zehn Jahren alles angefangen. Acht engagierte Musiker wollten damals über das traditionelle Repertoire eines Männergesangsvereins hinausgehen. Unter der Anleitung von Horst Goerres studieren sie die Stücke des Berliner 30er-Jahre-Ensembles ein, hinzu kommen Evergreens, Musical-Songs und - der Name ist Verpflichtung - das eine oder andere Weinlied. Heute gehören zwölf Sänger aus Trittenheim, Neumagen-Dhron, Brauneberg und Piesport zum Chor, die Altersspanne reicht von 37 bis 75 Jahren. Sie alle eint die Liebe zur Musik - und zum Wein. Das Erfolgsrezept ist simpel: "Üben" sagt Goerres und ergänzt: "Harmonie in der Mannschaft ist uns ganz wichtig." Das spüren auch die Zuschauer beim Jubiläumskonzert am Wochenende: Da passt die Stimmung, da stehen Männer auf der Bühne, die nehmen es wörtlich, wenn sie singen "Ein Freund, ein guter Freund…". Unter dem Motto "Ein Lied geht um die Welt" haben sie ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das vom Harmonists-Klassiker "Veronika, der Lenz ist da" über englischsprachige Lieder wie "Yesterday" bis zur Liebeserklärung an den Mosel-Wein ("An der Mosel wächst ein Riesling") reicht. Die ganze Klasse der einzelnen Sänger zeigt sich bei den Solo-Parts, in denen Karl Heinz Falkenburg, Franz Josef Schmitt und Karsten Fleury glänzen. Außerdem haben sich die Herren weibliche Unterstützung mitgebracht: Opernsängerin Ingrid Wagner überzeugt mit mehreren Soli, darunter dem Klassiker "Ich gehöre nur mir" aus dem Musical "Elisabeth". Stimmgewaltig beherrscht die ausgebildete Mezzo-Sopranistin das Spiel mit den Zuhörern und den Sängern auf der Bühne. Ist das Publikum bis zur Pause noch etwas verhalten, locken die leicht-frivolen Lieder im zweiten Konzert-Teil es endgültig aus der Reserve. Erst nach mehreren Zugaben dürfen sich die Riesling Harmonists verabschieden und singen: "Dankeschön, auf Wiedersehen." Die Zuhörer werden sie beim Wort nehmen.

"Rock around Lindenbaum!"

(Trierischer Volksfreund, 01.04.2003)

"Riesling Harmonists" brachten das Trittenheimer Jugendheim zum Beben.

TRITTENHEIM. Der erste offizielle Auftritt der Männergesanggruppe "Riesling Harmonists" wurde von knapp 300 Zuschauern im Trittenheimer Jugendheim frenetisch gefeiert. Zusammen mit dem Solisten Klaus Basten von der bayerischen Staatsoper gelang ein musikalisches Potpourri voller Witz und Klasse.

Ratlosigkeit stand auf den Gesichtern der zahlreichen Helfer und Helferinnen im Trittenheimer Jugendheim geschrieben angesichts der Besuchermassen, die gekommen waren, um die Premiere der "Riesling Harmonists" live zu erleben. Die 250 offiziellen Eintrittskarten waren schon vor Wochen weg gegangen wie warme Semmeln. Aber darüber hinaus hatten offensichtlich auch noch viele andere Fans auf die eine oder andere Weise ihren Weg in die Halle gefunden, so dass zahlreiche zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden mussten. Am Ende platzte das Trittenheimer Jugendheim aus allen Nähten; die Erwartung der Gekommenen war entsprechend hoch.

Drei Jahre ist es jetzt her, da sich die "Riesling Harmonists" 1999 aus einem lockeren Verband Gesangsbegeisterter zu einer professionellen Truppe entwickelt haben. Wesentlichen Anteil an der Entwicklung hat Musiktrainer Horst Goerres, der die mittlerweile elf Sänger zwischen 30 und 67 Jahren nicht nur stimmlich unterrichtet, sondern ihnen auch die nötige professionelle Einstellung vermitteln konnte. So gehen Einsatz und Engagement zwangsläufig weit über das eines Freizeitchores hinaus. "Die letzten Wochen vor dem Auftritt, haben wir jeden Abend geprobt," erinnert sich Karsten Fleury, der Benjamin der Gruppe. Keine geringe Leistung, bedenkt man, dass die meisten Mitglieder tagsüber einem Beruf nachgehen. Und es waren keine gewöhnlichen Proben. Denn es galt mit einem echten Profi zusammen zu arbeiten, dem Bassisten Klaus Basten von der bayerischen Staatsoper. Der gebürtige Trittenheimer hatte sich auf Anfrage sofort bereit erklärt zu einem gemeinsamen Konzert und war für die nötigen Proben jeweils extra aus München an die Mosel geeilt. Für ihn, so Basten, sei es eine wunderbare Gelegenheit sein Können auch einmal zu Hause zu demonstrieren.

Für die Trittenheimer Premiere stellten sich Chor und Solist dem Publikum mit einem bunten Repertoire aus drei Jahrhunderten vor. Dramaturgisch geschickt arbeitete sich das Programm vom anspruchsvollen Klassizismus über die sensible Romantik eines Franz Schubert bis hin zur frivolen Salonmusik von "Bel Ami" sowie diversen Musical Einblicken (u.a. "My Fair Lady") vor. Auch eine Hommage an die Mosel und den Wein durfte nicht fehlen. Martin Dahlems Mosel-Hymne "An der Mosel wächst ein Riesling", von Klaus Basten mit überzeugendem Lokalenthusiasmus dargeboten, ließ prompt die Herzen des einheimischen Publikums höher schlagen und provozierte erste Bravo-Rufe. Unumstrittener Höhepunkt des Abends war jedoch ein Liederstrauß der berühmten Comedian Harmonists, dem eigentlichen Vorbild der Riesling Harmonists. Da gab es kein Halten mehr für die 300 Zuschauer. War die Resonanz vor der Pause noch relativ verhalten gewesen - was keineswegs mit der Qualität der Darbietung, sonder eher mit der Besinnlichkeit der Texte zu tun hatte - begannen spätestens mit dem "Kleinen Kaktus" und dem "Freund, dem guten Freund" immer mehr Füße im Takt zu wippen, die Gesichter, selbst die der jüngsten Besucher, strahlten plötzlich und schließlich konnten auch die Hände nicht anders, als den mitreißenden Melodien und zeitlos witzigen Texten aus den 30er Jahren durch begeistertes rhythmisches Klatschen Tribut zu zollen. Die Riesling Harmonists waren dabei den teilweise äußerst anspruchsvollen Harmonien ihrer berühmten Berliner Vorbilder zu jeder Zeit gewachsen. Besonderen Jubel erfuhr Horst Goerres' eigene originelle Bearbeitung von Franz Schuberts "Am Brunnen vor dem Tore". Der Text des allbekannten Lieds, der auch von den Comedian Harmonists interpretiert worden ist, forderte das Publikum zu einer höchst unterhaltsamen Entdeckerreise in die unterschiedlichsten musikalischen Evergreens vom Volkslied über Walzer bis Rock'n'Roll heraus. Wen wundert's da noch, dass die Riesling Harmonists und Klaus Basten erst nach mehreren Zugaben vom stehend jubelnden, Wunderkerzen schwenkenden Publikum von der Bühne gelassen wurden.

Musiktrainer Horst Goerres komponierte und dirigierte nicht nur, sondern gab auch am Klavier zusammen mit dem Pianisten Detlev Lehnert aus Piesport den Ton an. Wesentlichen Anteil am Erfolg des Abends trägt auch Robert Schattel, der wie die Sänger zeitgemäß im Frack und als Conferencier überaus charmant plaudernd durch das Programm führte. Als großartige Idee erwies sich ebenso die Bewirtung der Zuschauer rund ums Konzert atmosphärisch angemessen mit Sekt, Wein, Lachshäppchen und einer großen Premierentorte.

Ein Freund, ein guter Freund!

(Trierischer Volksfreund, 24.03.2003)

"Riesling Harmonists" bringen Pepp in den klassischen Männergesangsverein.

TRITTENHEIM. 1999 wurde an der Mosel eine Gesangsgruppe der besonderen Art gegründet. Elf sangesbegeisterte Männer aus Neumagen-Dhron, Trittenheim und Umgebung demonstrieren seitdem mit stetig wachsendem Erfolg, dass Männergesangsvereine nicht tot sind.

"Versuchen Sie mal einen Teenager in den örtlichen Gesangsverein zu locken." Horst Goerres und Robert Bollig werfen sich vielsagende Blicke zu. Auf der einen Seite scheint das Konkurrenz-Freizeitangebot durch Sportvereine übermäßig, auf der anderen gilt es unter Jungs offensichtlich als wenig männlich die eigene Stimme im Gesang zu üben. Oder liegt es vielleicht am aktuellen Programm der Gesangsvereine? Welchen Jugendlichen gruselt es in unserer Zeit nicht vor traditionellem Liedgut wie "Sah ein Knab' ein Röslein steh'n"? Goerres und Bollig gestehen, dass auch ein Großteil der Mitglieder ihrer Riesling Harmonists "Flüchtlinge" seien. Viele wollten endlich einmal etwas Anderes singen: Oldies, Evergreens und eben auch das Repertoire der berühmten Comedian Harmonists aus den mondänen 30er Jahren. Dazu aber genügte es nicht, wie sich bald herausstellte, den Gesang lediglich als ein Wochenendhobby zu betreiben. Für diese anspruchsvolle Art von Gesang waren Talent, Disziplin, Ehrgeiz und Geduld erforderlich. Und nicht zuletzt ein professioneller Trainer, der nicht nur den Taktstock schwingen konnte, sondern auch über die entsprechende Autorität und das theoretische sowie praktische Wissen verfügte.

Eine Aufgabe, wie geschaffen für den ehemaligen Musiklehrer Horst Goerres. Dessen Begeisterung und Elan für die Sache hätten den Riesling Harmonists, so die Mitglieder einmütig, erst den entscheidenden Durchbruch gebracht. Goerres selbst wehrt bescheiden ab. Wenn die Chemie unter den Mitgliedern nicht stimme, kann auch ein Trainer Nichts ausrichten, weiß er aus Erfahrung. Darum erfolgte die Auswahl der Sänger nicht nur unter gesanglichen, sondern auch sozialen Aspekten. "Einer unserer wichtigsten Charakterzüge," betont Robert Bollig, Zweiter Tenor und Manager der Truppe, "ist unsere Offenheit." Hier werde Nichts hinter dem Rücken von Mitgliedern gemauschelt. Probleme landen offen auf dem Tisch. Wer sich an diese einfache Regel halte, sei willkommen. Das Ergebnis ist eine elfköpfige Gruppe, die das berühmte Lied der Comedian Harmonists vom "...guten Freund" nicht nur singt, sondern auch in die Praxis umsetzt und das unabhängig vom Alter. So ist das jüngste Mitglied der Riesling Harmonists dreißig Jahre alt, das älteste 67. Und auch das unterschiedliche berufliche Umfeld stellt kein Problem dar. Ob Winzer, Lehrer, Ingenieur, Bäcker, Drucker oder Hotelier - die Truppe präsentiert sich als gefestigte Einheit. "Harmonie," behauptet Goerres zwinkernd und verweist auf den Namen seines Chors, "das ist für uns Programm."

Darum ist es für ihn und seine Mitstreiter auch selbstverständlich, die Ehefrauen und Partnerinnen nicht außen vor zu lassen. Ungleich anderer Vereine und Gruppierungen vermeiden die Riesling Harmonists mit allen Kräften das Image eines männlichen Geheimbundes. "Unsere Frauen sind sogar ein wichtiger Garant für Qualität," weiß Bollig voller Stolz zu berichten. Sie seien oft die Ersten, die in den heimischen vier Wänden neue Gesangsstücke zu hören bekämen. Ihre Kritik sei daher hoch willkommen und zeuge von sehr viel Objektivität.

Die nächste Bewährungsprobe steht für den Chor am 29. März an. Und es ist ein besonderes Ereignis. Denn Klaus Basten von der Bayerischen Staatsoper wird im Trittenheimer Jugendheim als Solist zusammen mit den Riesling Harmonists auftreten. Der gebürtige Trittenheimer freut sich, auf diese Art und Weise in seinem Heimatort endlich einmal die Möglichkeit zu einem Auftritt zu haben. Dass der Abend ein Erfolg wird, scheint jetzt schon festzustehen, denn Wochen vor dem Termin ist das Konzert bereits restlos ausverkauft. Die Resonanz ist so groß, dass bereits ein Wiederholungskonzert geplant ist.